Dein Training ist kein Wettkampf – außer, du willst es so.
Es macht natürlich Spaß, schneller zu sein als andere, mehr Gewicht zu packen als andere, oder auch, jemanden einzuholen, der eigentlich schneller ist als man selber. Diesen Spaß kann man sich gönnen.
Allerdings ist es nicht sinnvoll, das in jedem Training zu tun.
Denn manchmal fühlt es sich tatsächlich so an, als müsste man sich ständig beweisen – im Fitnessstudio, beim Laufen im Park oder selbst in der Step-Aerobic-Gruppe.
Da wird geguckt, wer mehr Gewichte schafft, wer schneller ist oder wer am längsten durchhält. Aber das ist nicht der Sinn von Training.
Sinnvolles Training heißt, dich auf dich zu konzentrieren – auf deinen aktuellen Stand, deine Ziele, dein Tempo. Jeder Körper ist anders. Dein Trainingsplan ist für dich gemacht, nicht für den Menschen neben dir.
Wenn du dich jedes Mal überforderst, nur um besser als andere zu sein, riskierst du Verletzungen, Überlastung – und vor allem den Spaß am Sport.
Das heißt nicht, dass ein bisschen Wettbewerb schlecht ist. Wenn du Lust hast, dich im Wettkampf zu messen – sei es bei einem Rennen, einem Turnier oder einer Challenge – dann bereite dich gezielt darauf vor.
Das kann motivieren und dir helfen, das Beste aus dir herauszuholen. Aber eben nicht in jedem Training.
Im Training geht es darum, besser zu werden als du gestern warst, nicht besser als alle anderen.
Es geht darum, Technik zu verbessern, Muskeln aufzubauen, Ausdauer zu steigern und gesund zu bleiben.
Wenn du dich an deinem eigenen Fortschritt misst, merkst du oft viel deutlicher, wie weit du schon gekommen bist – und das ist motivierender als jeder Vergleich mit anderen.
Also: Lass dich inspirieren, nicht stressen. Trainiere klug, nicht nur hart. Der wahre Sieg ist, wenn du kontinuierlich Fortschritte machst und dich dabei gut fühlst. Alles andere ist nur Bonus.

